Weihrauch

  • Lateinischer Name:
    Boswellia serrata

  • Familie:
    Balsambaumgewächse (Burseraceae)

  • Gattung:
    Indischer Weihrauch

  • Art:
    Boswellia

  • Vorkommen:
    Indien

Weihrauch, welcher sein Ursprung vom Wort «heiliges Räucherwerk» hat wird auch als Olibanum bezeichnet und gehört zur Familie der Balsambaumgewächse. Es ist ein Gummiharz, welches aus dem Weihrauchbaum gewonnen wird.

Die Weihrauchbäume sind knorrige Bäume, die kaum belaubt sind und meistens nicht mehr als 8 Meter hoch werden. Die Bäume waschen wild in wüstenartigen Umgebungen. Es gibt ganze 24 verschiedene Arten des Balsambaumgewächses.

Das Weihrauchharz ist in der Rinde zu finden und wird durch Einschneiden der Stämme und Äste gewonnen. Der Weihrauchbaum muss bis zu 10 Jahre heranwachsen, damit er für die erste Weihrauchgewinnung reif genug ist.
Das milchige Gummiharz wird anschliessend luftgetrocknet und weiterverarbeitet. Als Arzneidroge werden pulverförmige Weihrauchextrakte verwendet.

Der Indische Weihrauch wächst hauptsächlich in Indien. Es gibt aber noch andere Boswellia-Arten, welche in Südarabien, Somalia und in Äthiopien ihren Ursprung haben.

Das Gummiharz des Weihrauches ist ein Gemisch aus ätherischen Ölen, Harzen, Schleim und Proteinen. Je nach Art können die Inhaltsstoffe in den Mengen variieren.

Die ätherischen Öle werden sehr schonend mittels einer Wasserdampf-Destillation gewonnen um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Sie bestehen aus Monoterpenen, Sesquiterpenen und Kentonen.
Der Anteil des Harzes ist zwischen 50 – 80 %. Das Harz beinhaltet Terpene sowie die Boswelliasäuren. Dies sind natürlich entstehende chemische Verbindungen, welche für die Hauptwirkung des Weihrauches verantwortlich sind.

• Die im Weihrauch natürlich vorkommenden ätherischen Öle sind durch ihre schonende Gewinnung sehr hochwertig. Sie wirken beruhigend, aufbauend und fördern die Konzentration.

• Die Boswelliasäuren haben eine hemmende Wirkung auf das Enzym 5-Lipoxygenase. Dies führt zu einer entzündungshemmenden und auch schmerzstillenden Wirkung.

Weihrauch wird in der Medizin schon seit Jahrhunderten verwendet und langsam aber sicher bestätigen immer mehr klinische Studien die Wirksamkeit.

Weihrauchextrakte können bei Entzündungen aller Art angewendet werden. Die Behandlung von rheumatischen Beschwerden wie Arthritis, Polyarthritis, aber auch Gicht zeigt sich sehr schonend und effektiv. Schwellungen gehen zurück, Schmerzen werden gelindert und das allgemeine Krankheitsbild wird verbessert. Die Wirkung wird verstärkt, wenn man die innerliche Anwendung mit der äusserlichen kombiniert und nebst Weihrauchkapseln regelmässig einen Weihrauchgel auf die betroffenen Stellen aufträgt.

Auch bei entzündlichen Hauterkrankungen, sowie trockener und gereizter Haut, bringt der Weihrauch eine Linderung. Eine innerliche und äussere Anwendung ist auch bei diesen äusserlich auftretenden Beschwerden wärmstens zu empfehlen.

Weil die Wirkung des Weihrauches sehr schonend ist, können Weihrauchpräparate problemlos über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Es ist eine gute und wirkungsvolle Alternative zu chemischen Arzneimitteln oder kann mit solchen kombiniert eingesetzt werden.

Die ätherischen Öle des Weihrauches werden oft im Bereich der Massage- sowie der Aroma-Therapie eingesetzt.
Auch in kosmetischen Produkten findet Weihrauchöl seine Verwendung, da es ein leicht zitronigen, sehr angenehmen Duft hat.